L – Wie loslassen

L- wie Loslassen

„Loslassen"

Meine Erkenntniss

Ich habe gerade mit ein paar tollen Frauen die Ordnungschallenge gestartet und habe hinterfragt, wie es bei mir Zuhause so war, ob meine Mutter von ihrem Alltag gefordert wurde.

Meine Mutter hatte ihr schönes Geschirr und ihre schönen Gläser, die im Wohnzimmerschrank verweilten und nur bei Besuch wirklich benutzt wurden.

Ihre Küche war zweckmäßig, mit nicht zu viel Klimmbimm. Heutzutage hat sie nur 6 Gläser und 6 Tassen im Schrank. Problematisch wird es nur, wenn wir 1-2 mal im Jahr als Familie zu Besuch kommen, dann wird es schnell Zeit zu spülen.

Die Wäsche wurde ein mal die Woche gewaschen und es gab max. 3 Trommeln.

Auch heute noch ist ihr Haushalt super ordentlich und was ihr nicht gefällt, wird relativ schnell  wieder entsorgt.

Letzte Woche hat sie mich gefragt, ob sie das Playmobil weg tun kann, denn das brauchen die Kinder sicherlich nicht mehr. Ich musste ihr erklären, dass eine 6- jährige sehr wohl noch mit Playmobil spielt und es auch noch ein wenig dauert, bis sie damit aufhört. Das war nicht die Antwort die sie hören wollte.

Ich bewundere meine Mutter für ihre Klarheit Dinge gehen zu lassen. Mir fällt es schwer Dinge, die noch gut sind wegzugeben, insbesondere wenn sie mit Gefühlen und Erinnerungen verknüpft sind oder wenn sie mal teuer waren. 

Das Gefühl kann ich auch auf meine Vision von Mamiversum übertragen. Ich wollte diese Plattform so sehr und habe sogar meinen geliebten Job gekündigt um Mamiversum um zusetzten. Leider wurde ich von der Realität eingeholt. Meine 30-50h Business wurde zur Liebhaberei.  Der Abschied von dieser Vision fiel mir trotz negativer Zahlen und Frustration schwer und noch immer schwebt ein Funke Hoffnung mit.

Aber ich habe es geschafft loszulassen, nachdem ich zu Beginn extrem mit mir und meinem Mindset gehadert habe. Ich habe mich als Opfer der Umstände gefühlt und anderen vor den Kopf gestossen. Ca. ein dreiviertel Jahr später bin ich dank Mindset Arbeit,  Ausmisten und Yin Yoga wieder positiv gestimmt und möchte Andere , die sich im Hamsterrad befinden, unterstützen loszulassen. 

Meine Mutter dient mir als Vorbild, weniger ist  mehr, mehr Freiheit, mehr Klarheit und weniger Arbeit mit den Dingen.

Ich werde und will nicht zur Minimalistin werden, aber der Ansatz nur Dinge, die man liebt oder braucht Zuhause zu haben ist so sinnvoll!!!

Jeder hat sein individuelles Empfinden für Ordnung, daher ist es wichtig sich von den Werten der Anderen frei zu machen und nach seinen Bedürfnissen zu entscheiden. 

Das ist nicht einfach sich von dem äußeren Druck freizumachen, aber machbar. Ich habe jetzt meine Chaosplätze, aber auch Wohlfühlzonen und so soll es idealerweise sein, aber es ist ein Prozess und ich bin noch lange nicht am Ende damit, aber mit jedem Stück was geht fühle ich mich ein wenig freier und klarer.

Ist "die Ordnungchallenge" richtig für Dich?

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